Trommeln im Herbst

Einmal im Monat trommeln wir an einem abgeschiedenen, weitgehend wild belassenen Ort für die Erde. Ein intuitives Trommeln, mit dem wir uns auf den Platz einstimmen und versuchen, in eine harmonische Schwingung zwischen uns Menschen und allem, was um uns herum lebt und webt, zu gelangen. Mit dem Bach, der durch große und kleinere Teiche fließt, den Pappeln, Ahornbäumen und Haselnussbüschen, die im Wind rauschen und..und ..und.

Als wir uns im Oktober trafen, zündeten wir ein Lagerfeuer an, da es begann zu nieseln, und trommelten zunächst am Feuer. Die munteren, gelbrot glühenden Flammen beflügelten den Trommelschlag und kräftige, laute Töne waren weithin zu vernehmen. Nachdem ich mich jedoch in einer zweiten Runde vom Feuer ab- und den Bäumen und Büschen zuwandte, änderte sich der Rhythmus, wurde langsam und gemächlich.

Ich wunderte mich zunächst, war doch im Frühjahr und Sommer das Trommeln an den großen und kleinen grünen Gefährten anders, lebhafter gewesen. Doch schnell wurde mir klar, warum sich der Rhythmus, die Schwingung, geändert hatte. Natürlich, es ist Herbst geworden! Die Energie der Pflanzen zieht sich zurück, vom Außen ins Innen, so wie es auch Menschen im Einklang mit der Natur gehen kann.

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