Friedenstauben

Noch bevor der Krieg in der Ukraine ausbrach, rief mich meine frühere Russischlehrerin aufgeregt an. Wir müssen etwas tun, wiederholte sie immer wieder. Und sie ging los, zum Pastor, zu einer Lehrerin und bat alle, mit den Kindern Friedenstauben zu basteln und zu verteilen. In Briefkästen, an Büschen und Bäumen, überall.

Ein paar Tage später bekam ich von einer Freundin aus dem Harz ein Foto von einem Busch vor ihrem Haus, an dem gelbe und blaue Friedenstauben im Wind tanzten. Wir hatten nicht zusammen gesprochen – gute Ideen verbreiten sich auch ohne Worte.

Inzwischen gibt es auch vor meiner Haustür Friedenstauben.

 

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