Seit einiger Zeit bin ich mit Freundinnen dabei, den Platz energetisch zu untersuchen, auf dem die erste Burg im Schaumburger Land, die Alte Bückeburg, gestanden hat. Bereits 775 erwähnt, ist die Burg im Jahr 1180 verfallen. Aus welchem Grund sie verlassen wurde, ist nicht bekannt.
Es gibt wenig Gewissheiten und etliche Mutmaßungen über die Geschichte der Anlage. Gewiss scheint zu sein, dass auf dem Gelände eine Kapelle gestanden hat. Vermutet wird, dass dort ein Begräbnisplatz gewesen sein soll. Weiterhin wird angenommen, dass auf dem Areal der Burg ein mächtiger Steinklotz gestanden haben soll, auf dem ein Götze platziert war.
Nach einer wechselhaften Geschichte sind dort heute Photovoltaikanlagen aufgestellt. In den Jahrhunderten zuvor wurde der Ort als Schafweide und Garten genutzt, für eine Kaserne und ein Übergangslager. Am besten ist in Obernkirchen die Gaststätte „Zur alten Bückeburg“ in Erinnerung, bis 1959 ein beliebtes Ausflugs- und Veranstaltungslokal.
Warum auch immer scheint mir der Ort eine wichtige Funktion im Landschaftsgefüge zu haben. Ich bewundere die Kogis aus Kolumbien, die von jedem Platz genau wissen, was er für eine Bedeutung hat. Für uns liegt die wahre Essenz noch im Dunkeln. Auf einem Erkundungsbesuch mit einer Geomantiegruppe erfahren wir unterschiedliche Aspekte, Sonnenkraft und frostige Energien. „Finde Wahrheit“, ist eine Aussage. Liegt hier ein bedeutender Ein- und Ausstrahlpunkt der Landschaft, wo sich kosmische und irdische Energien austauschen und verbinden? Ich warte darauf, dass die Erde eines Tages ihr Geheimnis entschlüsselt.
GEomantie
Orte, die man in der Osterzeit aufsuchen sollte
Diese Orte möchte ich euch in der Frühlings- und Osterzeit besonders ans Herz legen: Quellen und den Hohenstein.
Früher war es Brauch, dass Frauen am Ostermorgen noch vor Sonnenaufgang schweigend eine Quelle aufsuchten, um Quellwasser zu schöpfen. Meine alte Nachbarin, Oma Beissner, erzählte mir vor langer Zeit, dass sie in jungen Jahren auch an Ostern zur Quelle der Beeke im Sülbecker Pastorenwäldchen gegangen ist, um Wasser zu holen. Das Osterwasser hielt sich ein ganzes Jahr lang frisch. Es wird erzählt, dass Waschungen mit Osterwasser gesund und schön machen.
Ein weiterer Frühlingsort ist der Hohenstein. Dort gibt es Felder von weißem und violettem Lärchensporn, gelbe und weiße Buschwindröschen, den seltenen Seidelbast, blaue Leberblümchen, Schlüsselblumen und Bärlauch mit seinem angenehm beißenden Geruch, Frühblüher, die anderswo selten zu finden sind.
Doch neben diesen sichtbaren Frühlingszeichen hat der Hohenstein auch eine energetische Qualität, die uns Menschen dabei unterstützt, neue Wege einzuschlagen. Ich selber habe an einem Ostertag auf dem Hohenstein den Impuls bekommen, endlich meine Erlebnisse an Quellen aufzuschreiben und so anderen Menschen zugänglich zu machen. Eine Bekannte bekam in einer schamanischen Reise den Hinweis, auf den Hohenstein zu gehen, um eine Blockade zu lösen, die sie daran hinderte, sich mit ihren Fähigkeiten in der Welt zu zeigen.
So wie jede Tageszeit und jede Jahreszeit ihre besonderen Eigenschaften hat, haben auch Orte ihre speziellen Qualitäten. Naturvölkern mit ihrem schamanischen Wissen ist dies schon lange bekannt. Bei uns wurde die Aufmerksamkeit vor allem durch das chinesische Feng Shui und die europäische Geomantie auf die Bedeutung der energetischen Qualität von Orten gelenkt.