Rückläufiger Merkur

Merkur, der kleine, schnelle Planet, wird in der Astrologie mit der menschlichen Fähigkeit, zu denken, unserem  Verstand in Verbindung gebracht. Zur Zeit ist er rückläufig, astronomisch gesehen heißt das, er bewegt sich nicht vorwärts, sondern rückwärts. Und die Astrologie zieht daraus den Schluss, dass es darum geht, Vergangenes zu klären.

Schon seit langem versuche ich jemanden zu erreichen, der mir Auskunft über Angehörige geben kann, die in den 50er Jahren in die USA ausgewandert sind. Der Kontakt ist nach Todesfällen und Adressänderungen abgebrochen, und es ist uns trotz intensiver Suche nicht gelungen, unsere Verwandten dort wieder ausfindig zu machen.

Alle Mitglieder dieses Zweigs der Familie sind inzwischen verstorben. Und nun endlich, genau zu diesem Zeitpunkt, bekam ich die Informationen, die mir noch fehlten. Etwas rundet sich. Merkwürdig, was das für eine Bedeutung haben kann. Eine Leerstelle in der Familiengeschichte wird gefüllt. Es ist, als ob sich auch eine Leerstelle im Inneren füllt, auch innerlich etwas rundet.

Das Jahr 2020 und der Mond

Astrologisch gesehen spielt der Mond in diesem Jahr die Hauptrolle: ab dem 21. März ist er Jahresregent. Der Mond, die Mondin, die die Wasser auf unserer Erde bewegt, gilt als Hüterin weiblicher Energien, ebenso wie das Wasser. Das weiche Wasser, das den Stein schleift.

Wenn ich von weiblichen Energien spreche, meine ich aktive Empfänglichkeit, Gefühl, Intuition, das Wissen und die Fähigkeiten, die in unserer rechten Gehirnhälfte und der linken Körperhälfte verankert sind. Kreative Energien, die in der Art und Weise, wie wir unser Heim und unsere Beziehungen gestalten, in Poesie und Musik, Kunst und Tanz zum Ausdruck kommen können.

Der Mond fordert uns dazu auf, dass wir uns für das einsetzen, was uns im Innersten bewegt. Die Planeten Pluto und Uranus unterstützen dabei, was nicht immer angenehm ist. Denn sie rütteln an allen Systemen, allen Mustern, allen Verhältnissen, in denen wir es uns bequem machen, obwohl sie nicht mehr stimmig sind.

Mitschwimmen ist das Gebot der Stunde. Aber nicht im gesellschaftlichen Mainstream, dem was andere von uns erwarten, sondern sich in den ureigensten Fluss hinein wagen. Den Fluss des pochenden Herzens, das auf der Suche nach Freundschaft und Freude, Schönheit und Harmonie ist.