Neue Feiertage?

Kürzlich kamen wir in kleiner Runde auf das Thema Feiertage zu sprechen. Sollte der 8.März, der Internationale Frauentag, nicht nur in Berlin sondern in ganz Deutschland zum Feiertag erklärt werden? Oder wäre es sinnvoll, dass bei uns zum Beispiel der Ramadan und das Pessachfest Feiertage für alle werden? In anderen Ländern ist das der Fall. In Bangladesch, wo die christliche Bevölkerung nicht einmal ein Prozent ausmacht, ist beispielsweise Weihnachten ein staatlicher Feiertag.
Meine Überlegungen gehen in eine andere Richtung. Wenn wir über neue Feiertage sprechen, dann sollten wir meiner Ansicht nach Daten wählen, die unsere Verbindung zur Erde stärken. Also nicht die Feste der großen Weltreligionen sondern die Jahreskreisfeste: Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winteranfang.
Um wirklich heimisch zu werden an einem Platz, brauchen wir Menschen neben der Beziehung zu anderen Menschen die Verbindung mit der Erde, auf der wir leben. Mit Tieren, Gewässern und mit den Pflanzen vor unserer Tür, die uns auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen begegnen. Ihrem Blühen im Frühling, ihren Früchten und ihrem Absterben im Herbst.
Die Jahreskreisfeste erinnern uns daran, dass Wachsen und Vergehen natürliche Prozesse sind. Sie unterstützen uns dabei, uns einzuschwingen in die natürlichen Kreisläufe der Erde in unseren Breitengraden.

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