Gemeinwohl-Ökonomie

Was bedeutet heutzutage „alternativ“? Welche Projekte können zur Veränderung einer Wirtschafts- und Lebensweise beitragen, die die Welt in den Ruin führt?

Auf der Suche nach einer Antwort stieß ich auf die „Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung“. Anstoß für diese weltweit wachsende Bewegung gab ein Buch von Christian Felber über Gemeinwohl-Ökonomie, das 2010 erschien.

Die zugehörigen Unternehmen setzen sich aktiv für ein Wirtschaftssystem ein, das nicht auf Gewinnmaximierung sondern am Gemeinwohl ausgerichtet ist. In einer Gemeinwohl-Bilanz wird anhand differenzierter Kriterien evaluiert, wie in den verschiedenen Bereichen (Eigentümer und Finanzpartner, Lieferanten etc.) Menschenwürde, Nachhaltigkeit, Transparenz, Gerechtigkeit, Mitentscheidung und weitere Merkmale im Unternehmen umgesetzt werden.

Über 500 Firmen, Start-ups, Gesundheitseinrichtungen und Hochschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol haben sich bereits der Gemeinwohl-Ökonomie verpflichtet. Darunter sind auch größere Unternehmen wie Sonnentor (Biotees, Kräuter und Gewürze), Vaude (Outdoor-Ausrüstung), die Hochschule Bremen und die Sparda-Bank München.

Auch Städte schließen sich der Bewegung an, unter anderen Wien, Mannheim, Stuttgart und Münster. In Höxter/Ostwestfalen soll die erste Gemeinwohl-Region in Deutschland entstehen. Sind das nicht Lichtblicke am Horizont in einer Corona gebeutelten Zeit?!

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