Neumond Freitag 17.4.26

Heute nur ein kurzer Hinweis auf den Neumond am Freitag, 17.4.26. Neumond und die Tage danach sind gute Zeiten für neue Anfänge. Die Schamanin Maria aus dem Altai hat zu dieser Zeit Heilungssitzungen gemacht, da die kosmische Energie Heilungsprozesse unterstützt.
Uns wieder in den Rhythmus der Jahreszeiten und Gestirne einzuschwingen, ist ein wesentlicher Aspekt, um in diesen herausfordernden Zeiten in Balance zu bleiben. Die zarte, zunehmende Mondsichel, die in zwei, drei Tagen am frühen Abendhimmel zu sehen ist, erinnert uns an diese besondere Zeitqualität.

Neue Feiertage?

Kürzlich kamen wir in kleiner Runde auf das Thema Feiertage zu sprechen. Sollte der 8.März, der Internationale Frauentag, nicht nur in Berlin sondern in ganz Deutschland zum Feiertag erklärt werden? Oder wäre es sinnvoll, dass bei uns zum Beispiel der Ramadan und das Pessachfest Feiertage für alle werden? In anderen Ländern ist das der Fall. In Bangladesch, wo die christliche Bevölkerung nicht einmal ein Prozent ausmacht, ist beispielsweise Weihnachten ein staatlicher Feiertag.
Meine Überlegungen gehen in eine andere Richtung. Wenn wir über neue Feiertage sprechen, dann sollten wir meiner Ansicht nach Daten wählen, die unsere Verbindung zur Erde stärken. Also nicht die Feste der großen Weltreligionen sondern die Jahreskreisfeste: Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winteranfang.
Um wirklich heimisch zu werden an einem Platz, brauchen wir Menschen neben der Beziehung zu anderen Menschen die Verbindung mit der Erde, auf der wir leben. Mit Tieren, Gewässern und mit den Pflanzen vor unserer Tür, die uns auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen begegnen. Ihrem Blühen im Frühling, ihren Früchten und ihrem Absterben im Herbst.
Die Jahreskreisfeste erinnern uns daran, dass Wachsen und Vergehen natürliche Prozesse sind. Sie unterstützen uns dabei, uns einzuschwingen in die natürlichen Kreisläufe der Erde in unseren Breitengraden.

Wo sind Kasperl, Gretel, der Räuber und die Großmutter geblieben?

Die Kinder einer Freundin wünschen sich zum Geburtstag Kasperlepuppen oder, noch lieber, Märchenpuppen. Mein Besuch in einem großen Spielwarengeschäft war enttäuschend. Weder Kasperle- noch Märchenpuppen waren zu finden. Stattdessen samtige Tier- und Phantasiewesen zu hohen Preisen. Kasper und Co. sind verschwunden.
Ich frage mich, ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen ist. Der lustige, schlaue Kasper, die liebe Gretel und der böse Räuber – vielleicht können wir auf diese Stereotypen wirklich verzichten. Im 18. und 19. Jahrhundert bot das Kaspertheater ein Ventil für Kritik an der Obrigkeit und gesellschaftlichen Zwängen. Im 20. Jahrhundert wurde es dann auch politisch eingesetzt, um zum Beispiel der Kriegsunlust von Teilen der Bevölkerung im ersten Weltkrieg entgegen zu wirken. Auch die Nationalsozialisten nutzten das Kaspertheater für ihre Propaganda.
Was für Typen wir heute benötigen, kann ich nicht sagen. Vielleicht hat sich in der Szene ja schon einiges entwickelt, das mir nicht bekannt ist. Die Figur, die ich jedoch wirklich vermisse und die meiner Ansicht nach auch heute noch gebraucht wird, ist die Großmutter. Dieser Archetyp einer weisen alten Frau sollte nicht mit dem Kasperletheater untergehen.

Ziviler Widerstand, eine Alternative zur Militarisierung

Ziviler Widerstand, auch soziale oder zivile Verteidigung genannt, basiert auf Methoden aktiver Gewaltfreiheit und zivilen Ungehorsams. Im Unterschied dazu ist sie aber keine Protestform gegen Strukturen, Maßnahmen oder Gesetze innerhalb eines funktionierenden Systems, sondern richtet sich gegen einen Putsch oder eine Besatzung durch eine fremde Macht im Krieg.
Verteidigt werden nicht Grenzen sondern Menschenleben. Land und Menschen werden durch den Verzicht auf gewaltsamen Widerstand vor großflächiger Zerstörung geschützt. Verteidigt werden gemeinsame Werte und Güter wie Freiheit, Gemeinschaft und Demokratie sowie die Infrastruktur und Versorgungssysteme des Alltags wie Krankenhäuser und Schulen.
Wie ist das möglich? Der Friedensforscher Gene Sharp listet allein 198 Formen des Widerstands auf, öffentliche wie Demonstrationen und Streiks und indirekte oder versteckte, von der Sabotage und Nichtzusammenarbeit bis hin zum unauffälligen Verteilen grüner Schleifen. Jeder und jede kann entscheiden, was ihr oder ihm möglich ist.
Der zivile Widerstand bietet eine Alternative, einen dritten Weg zwischen militärischer Verteidigung und Kapitulation.

Der Natur ihre Würde zurückgeben

Neben all den unerfreulichen Nachrichten aus aller Welt gibt es auch positive Entwicklungen: Ökosysteme werden zunehmend zu juristischen Personen erklärt, die sich vor Gericht gegen ihre Verschmutzer wehren können. Das ist eine weltweite Bewegung, die von indigenem Wissen inspiriert ist.
Den Beginn machten die Maori aus Neuseeland, die 2017 erreichten, dass dem Fluss Whanganui eigene Rechte zugesprochen wurden.Auch in Südamerika gibt es entsprechende Beispiele. In der Schweiz wurde in der Bundesverfassung neben der Würde des Menschen auch die Würde der Natur verankert, was bedeutet, dass Pflanzen nicht willkürlich zerstört werden dürfen.
Das Wichtigste ist jedoch, dass wir zu einer kollektiven Verbundenheit mit dem Land, auf dem wir leben, zurückkehren. Mit den Menschen, mit denen wir dieses Land teilen und seiner Geschichte. Das ist der Wesenskern indigener Kulturen.
Diese Infos stammen zum größten Teil aus einem kostenlosen Newsletter der TAZ, herausgegeben vom Team TAZ Zukunft. Jede Woche kann man in dem Newsletter positive Nachrichten erfahren.

Demonstrationen gegen die Einführung einer Wehrpflicht

Am Donnerstag, 5.3.26, finden in über 100 Städten in Deutschland Schülerstreiks gegen die Einführung einer Wehrdienstpflicht statt. Das sind die Forderungen der Schülerinnen und Schüler:

Die Bundeswehr will an unseren Schulen werben.
Wir wollen Friedensbildung!
Rheinmetall will, dass die Aktien weiter steigen.
Wir wollen Geld für Bildung und Soziales!
Merz will, dass die Bundeswehr die größte Armee Europas wird.
Wir wollen Frieden!
Pistorius will, dass wir kriegstüchtig werden.
Wir wollen eine Zukunft!
Deshalb gehen wir am 05.03.
wieder nicht zur Schule!
Wir streiken gegen
die Wehrpflicht & alle Zwangsdienste!
Wir werden zeigen, dass die Jugend
keine Fragebögen, keine Wehrpflicht,
keinen Krieg will!

Unter schulstreikgegenwehrpflicht findet man im Internet den Aufruf und die Städte, in denen gestreikt und demonstriert wird.
In der näheren Umgebung hier sind das Hannover, 11.00 am Hauptbahnhof,
Hameln um 10 Uhr am Bürgergarten und Minden um 10.30 am Kleinen Domhof.
Lasst uns die junge Generation unterstützen und uns an den Demonstrationen beteiligen!

Sonnenfinsternis 17.2.26 – Mondfinsternis 2.-3.3.26

Am Dienstag, 17. Februar 26 war eine Sonnenfinsternis, die in Deutschland allerdings nicht sichtbar war. Auch die Mondfinsternis vom 2. – 3. März werden wir hier nicht sehen können. Trotzdem gilt die Zeit zwischen Sonnen- und Mondfinsternis als ein Tor zu neuen Bewusstseinsebenen und Handlungsmöglichkeiten.
Wir können Augen und Ohren offen halten für das, was sich zeigt. Doch letztendlich sind wir es, die neue Möglichkeiten auch tatsächlich ergreifen müssen. Bei mir ist vorläufig noch Frühjahrsputz angesagt: in alle Ecken schauen, was sich dort versteckt, ausmisten, sauber machen, Platz für Neues und Frisches schaffen.
Auf der materiellen Ebene Ballast loswerden hilft, auch auf der inneren Ebene Klarheit zu gewinnen. Was brauche ich wirklich? Und was will ich wirklich? Das sind Fragen, die wir uns nicht häufig genug stellen können.
Wobei meiner Erfahrung nach die zweite Frage schwieriger zu beantworten ist als die erste. Um zu erkennen, was die tiefsten, ursprünglichen Bedürfnisse sind, ist es in unserer Gesellschaft oft notwendig, den Schleier und die Zwänge dessen, was „man“ tut oder zu tun hat, zu durchbrechen.
Nur ein kleines Beispiel, um zu zeigen, dass das oft nicht einfach ist. Lade ich wie jedes Jahr die Familie und/oder alle Freundinnen zum Geburtstag ein, weil sie mich auch einladen?? Was ist, wenn ich ausschere aus dem, was immer üblich war?

Kinderfilme aus den USA und Osteuropa

Vor einiger Zeit besuchte ich meine Enkelkinder. Gegen Abend wollten wir uns zusammen einen Film anschauen, und die Kinder schlugen einen Hundefilm auf Netflix vor. Ankündigung: Eine Familie bringt ihren Hund in eine Tierpension, während sie eine Reise machen. Doch die Pensionswirte sind nicht nett, und der Hund kann sich befreien.
Was dann in dem Animationsfilm gezeigt wurde, war gruselig. Die Tierpension entpuppte sich hinter einer freundlichen Fassade als grausames Gefängnis. Hunde traten als Wärter auf, vergleichbar im Stil mit KZ-Wärtern. Ich konnte kaum zuschauen. Die Kinder hatten allerdings nicht dieselben Assoziationen wie ich und wollten den Film zu Ende sehen. Da ich ihnen das „Happy End“ nicht nehmen wollte, ließ ich mich darauf ein.
Ein weiterer Netflix-Kinderfilm, den wir ein anderes Mal schauten, war zwar nicht so brutal, bestand jedoch nur aus Verfolgungsszenen und vermittelte die Botschaft, dass man Freunde ruhig links liegen lassen und unfair behandeln kann, wenn es um die Familie geht. Die vor allem aus einem mächtigen Vater besteht.
Ich entwickelte eine regelrechte Abscheu gegen diese Netflix-Filme. Bei Kinderfilmen aus osteuropäischen Ländern ist mir das nie so gegangen. Was für wunderbare Märchenfilm-Produktionen gibt es aus der Tschechei und anderen Ländern des Ostens. Ich denke nur an „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, das in der Weihnachtszeit unbedingt dazu gehört. Und ich frage mich manchmal, was diese Unterschiede über den kulturellen Hintergrund der jeweiligen Länder aussagen.

Ein spiritueller Kraftort für Europa

Um ihr Land, ihr Volk zu retten, kommen seit ein paar Jahren Vertreter der Kogi von Kolumbien nach Europa. Vor zwei, drei Jahren hatte ich die Gelegenheit, an einem Vortrag teilzunehmen, auf dem sie ihre Kosmovision teilten, eine beeindruckende Erfahrung.
Die Kogi halten es für wichtig, dass wir in Europa an einem passenden Ort Land erwerben, von dem ein starker Impuls ausstrahlen kann, wie wir Menschen hier – wir jüngere Brüder und Schwestern, wie die sie uns nennen – wieder in eine tiefe Beziehung zur Erde gehen können. Eine tiefe Beziehung aufnehmen, das heißt auch in eine spirituelle Beziehung zur Erde zu gehen. Die Erde als ein lebendiges, heiliges Wesen wahrnehmen, als unsere Mutter, die uns das Leben auf diesem Planeten ermöglicht.
Die Seher, Weisen, Schamanen, die Mamos der Kogi, sehen auf Sardinien den geeigneten Platz. Um diese Vision zu verwirklichen, wird natürlich Geld benötigt. Wenn Sie, wenn dich diese Vision anspricht, finden Sie/findest du mehr Informationen unter Kogi – Projekte im Internet.

Lichtmeß, Fest der jungen Vision

Lichtmeß oder Imbolc, das Anfang Februar gefeiert wird, gehört zu den vier Mondfesten im Jahreskreislauf. Ziriah Voigt nennt es das „Fest der jungen Vision“. Die junge Mondsichel steht in diesem Jahr allerdings nicht am Himmel, wir haben am 1. Februar Vollmond.
Das sollte uns jedoch nicht davon abhalten, unsere Visionen für dieses Jahr in Worte zu fassen. Bevor sich etwas materialisiert, entsteht es auf der inneren, mentalen und/oder bildlichen Ebene. Nicht ohne Grund heißt es in der Bibel „Am Anfang war das Wort“.
Gleich ob wir diesen Vorgang allein oder mit anderen vollziehen, in Ritualform oder schlicht alltäglich, wir sollten die gestalterischen Kräfte dieser Zeit nutzen. Wobei ein Ritual, und sei es noch so klein, die Wirkung enorm erhöhen kann.
Während ich dies schreibe, keimt in mir der Gedanke, mir vorzustellen, wie Frieden in der Ukraine und in Israel/Palästina aussehen kann. Ich denke an die Menschen in den Ländern, die trotz allem zusammenarbeiten für Frieden. Zum Beispiel Palästinenser und Israelis in der Organisation „Combatants for Peace“. In meiner Vision sehe ich diese Menschen und Gruppen als Lichtpunkte, die sich ausdehnen…

P.S. Wer Anregungen für die Gestaltung der Jahreskreisfeste sucht – ich kann das Buch von Ziriah Voigt „Ritual und Tanz im Jahreskreis“ unbedingt empfehlen, erschienen im Verlag Gisela Meussling in Bonn.

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