Auf zwei Arten im Garten

Gestern morgen war ich noch vor dem Frühstück und bevor ich ins Handy geschaut hatte im Garten. Ich machte meine meditative Morgengymnastik, sah nach, wie es den Kartoffelpflanzen ging und goß die Tomaten. Mal guckte die Sonne durch die Wolken, mal bezog sich der Himmel, es war still bis auf das Vogelzwitschern, und ich war ruhig und zufrieden.

Nachmittags änderte sich meine Verfassung. Einiges hatte nicht geklappt, ich hatte die Menschen nicht erreicht, mit denen ich sprechen wollte, erst drängte die Zeit, dann fühlte ich mich ausgebremst in meinem Schwung und lustlos.

Wiederum ging ich in den Garten. Ich griff eine Gartenschere und machte mich mit wilder Entschlossenheit ans Werk. Endlich entfernte ich den Zweig des Weißdorns, der schon einge ganze Weile mein Auto streifte, und befreite den Parkplatz soweit vom Gebüsch, dass ich wieder einigermaßen bequem einsteigen konnte. Und ich fühlte mich befreit von Ärger und Unlust und war wieder in Balance.

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