Singen und das innere Licht

Neulich bin ich mit dem Lied „All the earth is sacred, all the earth is one“ aufgewacht. Wir hatten es am Vortag gesungen, um den Frühling zu begrüßen, zu zweit, an einem versteckten, wilden Platz.
Angefangen hatte das gestrige Treffen nicht gerade fröhlich für mich. Im Gegenteil, ich war in recht miesepetriger Stimmung, als ich allein bei Nieselregen auf ein paar Freundinnen wartete. Statt der Freundinnen kamen Absagen. Ich verzog mich unter ein schützendes Dach und schaute eine Weile den Regentropfen zu, die in einen Teich platschten.
Dann nahm ich plötzlich das Lied einer Amsel wahr. In unzähligen Variationen trillerte sie vor sich hin. Ab und zu antwortete weiter entfernt ein anderer Vogel, doch auch wenn keine Antwort ertönte, ließ sie sich nicht beirren und zwitscherte eine neue Melodie.
Ob Vögel unseren menschlichen Gesang vermissen, fragte ich mich und begann, leise vor mich hin zu singen. Und da kam doch noch jemand aus unserem Kreis. Nun waren wir zu zweit, und gleich klang der Gesang anders, kräftig und freudig. Wir fingen mit Frühlingslieder an, von „Es tönen die Lieder“ bis „Im Märzen der Bauer“ und machten weiter mit englischen Songs. Mein inneres Licht begann wieder zu leuchten.

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