Kinderfilme aus den USA und Osteuropa

Vor einiger Zeit besuchte ich meine Enkelkinder. Gegen Abend wollten wir uns zusammen einen Film anschauen, und die Kinder schlugen einen Hundefilm auf Netflix vor. Ankündigung: Eine Familie bringt ihren Hund in eine Tierpension, während sie eine Reise machen. Doch die Pensionswirte sind nicht nett, und der Hund kann sich befreien.
Was dann in dem Animationsfilm gezeigt wurde, war gruselig. Die Tierpension entpuppte sich hinter einer freundlichen Fassade als grausames Gefängnis. Hunde traten als Wärter auf, vergleichbar im Stil mit KZ-Wärtern. Ich konnte kaum zuschauen. Die Kinder hatten allerdings nicht dieselben Assoziationen wie ich und wollten den Film zu Ende sehen. Da ich ihnen das „Happy End“ nicht nehmen wollte, ließ ich mich darauf ein.
Ein weiterer Netflix-Kinderfilm, den wir ein anderes Mal schauten, war zwar nicht so brutal, bestand jedoch nur aus Verfolgungsszenen und vermittelte die Botschaft, dass man Freunde ruhig links liegen lassen und unfair behandeln kann, wenn es um die Familie geht. Die vor allem aus einem mächtigen Vater besteht.
Ich entwickelte eine regelrechte Abscheu gegen diese Netflix-Filme. Bei Kinderfilmen aus osteuropäischen Ländern ist mir das nie so gegangen. Was für wunderbare Märchenfilm-Produktionen gibt es aus der Tschechei und anderen Ländern des Ostens. Ich denke nur an „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, das in der Weihnachtszeit unbedingt dazu gehört. Und ich frage mich manchmal, was diese Unterschiede über den kulturellen Hintergrund der jeweiligen Länder aussagen.

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