Als erstes fallen mir natürlich Friedensinitiativen, politische und gesellschaftliche Schritte ein. In einer schamanischen Reise erhielt ich eine weitere Antwort: „Konzentriert euch auf eure unmittelbare Wahrnehmung.“
Schön und gut, dachte ich. Und behielt eine gewisse Skepsis zurück, ob und wie uns diese Lehre hier und heute weiterhelfen kann.
Meine Skepsis begann, sich aufzulösen, als mir der Zufall zwei Hinweise zuspielte, die mir ein neues Verständnis ermöglichten. Mir fiel die Aussage einer schamanischen Lehrerin in die Hände, die gesagt hatte, dass Heilen immer mit Wahrnehmung zu tun hat. Und um die Heilung einer Entwicklung, die im Weltkrieg enden kann, geht es ja letztendlich. Außerdem hörte ich in einem Podcast einen Astrologen, der darüber sprach, dass wirkliche Wahrnehmung zu einer Gegenbewegung gegen schablonenhaftes Denken führen kann.
Wer sich und seine Umgebung aufmerksam wahr-nimmt und diese Beobachtungen auch artikuliert, ist besser gefeit gegen Allgemeinplätze. Beispiel: „Die Araber wollen doch nur unser Sozialsystem abzocken.“ – Wahrnehmung und Antwort: „Mein arabischer Nachbar arbeitet 10,12 Stunden am Tag in seinem Laden.“ Und so weiter…
Diese Methode lässt sich auch auf Worte und Taten von Politiker/innen anwenden. Manche reden von Frieden und bereiten Krieg vor. Was höre ich und was beobachte ich? Was nehme ich wirklich wahr?
Wahr-nehmen kann von Illusionen und Wunschdenken heilen. Und wenn wir unsere Wahrnehmungen aussprechen und mit anderen teilen, ist das ein Schritt, menschenfeindlichem Verhalten etwas entgegenzusetzen.